Grundlagen zur Bürgschaft und Forderungsanmeldung

Grundlagen zur Bürgschaft und Forderungsanmeldung

Beitragvon martingogger » Dienstag 5. Mai 2015, 11:29

Grundlagen zu Bankbürgschaften etc.

Wenn Sie bei ihrem insolventen Kunden noch offene Forderungen haben, dann melden Sie diese zur Insolvenztabelle an. Die Bankbürgschaft hat damit zunächst nichts zu tun.
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> Sie können aus der Bürgschaft auch an die Bank herantreten und sich von dieser die Summe auszahlen lassen. Die Zahlungspflicht des Bürgen ergibt sich nicht schon automatisch aus der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Vielmehr muss der Schuldner eine vom Gläubiger gesetzte Tilgungsfrist verstreichen lassen. Erst dann kann der Gläubiger den Bürgen in Anspruch nehmen. Sie müssen natürlich allgemein im Forderungsmanagement geklärt haben, unter welchen Voraussetzungen Sie ihre Bürgschaft verwerten können. Das hat mit der Insolvenz des Kunden nichts zu tun.

In der Insolvenz können Sie aber noch folgende Fallkonstellationen unterscheiden:
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> 1. Sie müssen ihre bereits zur Insolvenztabelle angemeldete Forderung nach einer Zahlung des Bürgen nicht reduzieren, wenn diese nach Insolvenzeröffnung erfolgt ist. Sie bekommen also die Insolvenzquote auf die von Ihnen in voller Höhe (Forderung gegen den Schuldner) angemeldete Forderung.
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> 2. Zahlt aber der Bürge vor Insolvenzeröffnung, dann müssen Sie wegen bereits erfolgter Zahlung de Bürgen ihre Forderung gegen den Insolvenzschuldner entsprechend reduzieren.
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> 3. Nimmt der Bürge vor Insolvenzeröffnung nur eine Teilzahlung vor, nehmen Bürge und Schuldner am Insolvenzverfahren teil: Der Bürge in Höhe seiner Regressforderung, der Gläubiger in Höhe seiner Restforderung. Zahlt der Bürge teilweise erst nach Insolvenzeröffnung, gilt das zu Nr.1 gesagte.



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